Kategorie: Mein Businessaufbau

  • Wie aus einer Idee eine Entscheidung wurde

    Wie aus einer Idee eine Entscheidung wurde

    Hallo du Wundervolle,

    ich möchte dir heute erzählen, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass ich mich entschieden habe, jetzt wirklich zu starten.

    Oder anders gesagt: von dem Moment, in dem aus einem Gedanken, der mich schon sehr lange begleitet, plötzlich eine echte Entscheidung wurde.

    Dem Moment, in dem ich dachte: „Scheiße. Ich glaube, diesmal meine ich es wirklich ernst.“

    Dafür müssen wir allerdings erst einmal einen kleinen Ausflug in meine Vergangenheit machen.

    Schon zu Schulzeiten habe ich immer wieder gemerkt, wie viel Spaß und Freude es mir macht, Anderen etwas zu vermitteln und diesen Moment mitzuerleben, in dem es beim Gegenüber plötzlich Klick macht.

    Genau deshalb wollte ich nach dem Abi eigentlich Lehramt studieren. Mein Abischnitt war mit einer Drei allerdings nicht gut genug für den Studienplatz, den ich mir vorgestellt hatte. Also entschied ich mich zunächst für ein Freiwilliges Soziales Jahr als Schulbegleitung.

    Ich begleitete ein herzkrankes Kind und bekam dadurch gleichzeitig die Möglichkeit, den Alltag an einer Grundschule ziemlich unmittelbar mitzuerleben. Dabei merkte ich schnell, was für mich funktionierte – und was nicht.

    Eine Situation aus dieser Zeit werde ich wahrscheinlich nie vergessen.

    Zwei Freundinnen meines Begleitkindes hatten in einem Mathetest schlechte Noten geschrieben und der nächste Test stand bevor. Also setzte ich mich mit den beiden in eine Ecke. Wir übten zusammen, ich erklärte ihnen die Aufgaben und versuchte, einen Weg zu finden, wie sie den Stoff verstehen konnten.

    Dann kam der Tag des Tests.

    Ich war vermutlich mindestens genauso nervös wie die beiden.

    Als sie ihre Tests zurückbekamen, kam zuerst mein Begleitkind zu mir, um mir ihren zu zeigen. Und plötzlich hörte ich nur:

    „Jessi, Jessi, schau mal! Wir haben eine gute Note geschrieben!“

    Die beiden waren so glücklich.

    Und ich war es auch.

    Genau das war es, was ich machen wollte: einem Menschen etwas mitzugeben und mitzuerleben, was passiert, wenn plötzlich etwas verständlich wird, das vorher schwierig erschien.

    Gleichzeitig merkte ich während meines FSJ aber auch, dass der klassische Schulalltag und vor allem die Arbeit mit einem ganzen Klassenverband für mich nicht das Richtige waren. Also verabschiedete ich mich vom Lehramtsstudium und entschied mich stattdessen für eine Ausbildung.

    Das Thema kam trotzdem immer wieder zurück

    Die Inhalte meiner Ausbildung fielen mir ziemlich leicht und ich bekam unter anderem fundiertes Wissen rund um Preiskalkulation, Vertragswesen und Buchhaltung vermittelt.

    Eine meiner Mit-Auszubildenden hatte es mit einigen Themen deutlich schwerer.

    Und wieder machte ich dieselbe Erfahrung wie zuvor in der Schule: Ich konnte mich darauf einstellen, wie mein Gegenüber etwas erklärt bekommen musste, damit es verständlich wurde.

    Aus ihrer Angst, die Prüfungen möglicherweise nicht zu bestehen, wurde am Ende ein solides Bestehen.

    Auch später im Berufsleben begegnete mir dieses Thema immer wieder.

    Wie ich bereits in einem meiner vorherigen Artikel erzählt habe, gehörten irgendwann auch das Erstellen und Halten von Schulungen sowie Mitarbeitercoachings zu meinen Aufgaben.

    Rückblickend würde ich sagen: Das Coaching und meine Fähigkeit, mich auf mein Gegenüber einzulassen und Menschen auf Augenhöhe genau dort abzuholen, wo sie gerade stehen, waren irgendwie meine geheime Superpower.

    Nur habe ich das damals selbst noch nicht unbedingt so gesehen.

    Seit ich als IT-Projektmanagerin arbeite, habe ich diese direkte Berührung mit Coaching in meinem beruflichen Alltag nicht mehr in derselben Form.

    Dafür saß ich plötzlich auf der anderen Seite.

    Ich habe selbst an zwei Coachings teilgenommen, die für mich und meine persönliche Entwicklung unglaublich viel verändert haben. Und ich durfte erleben, was passieren kann, wenn jemand einen dabei begleitet, einen wirklich großen Schritt für sich selbst zu gehen.

    Das Thema war also nie wirklich verschwunden.

    Warum habe ich dann nicht längst angefangen?

    Ganz einfach: Es war nie der richtige Zeitpunkt.

    Zumindest habe ich mir das erzählt.

    Mal war ich zu jung. Mal gab es andere Themen in meinem Leben, die meine Aufmerksamkeit gebraucht haben. Und außerdem hatte ich doch einen sicheren Job.

    Warum sollte ich das aufs Spiel setzen?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Rolf-Dieter sein Übriges dazu beigetragen hat, mich schön in meiner Komfortzone zu halten.

    Mit der Zeit passierte allerdings etwas.

    Die Stimme in mir, die diesen Wunsch schon so lange mit sich herumtrug, wurde immer lauter.

    Aus einem leisen Flüstern von „Du könntest es doch irgendwann mal versuchen …“ wurde nach und nach eine Stimme, die sich nicht mehr ganz so einfach überhören ließ.

    Und dann saß ich eines Abends auf meiner Couch.

    Ich scrollte durch Social Media und sah mal wieder einen jungen Menschen, der neben seinem Job angefangen hatte, sein eigenes Business aufzubauen – und damit erfolgreich war.

    Und irgendwie machte es einfach Klick.

    Kein großes Ereignis. Keine monatelang vorbereitete Entscheidung. Kein perfekt ausgearbeiteter Businessplan.

    Ich saß einfach auf meiner Couch und dachte:

    Warum eigentlich nicht?

    Warum versuche ich es eigentlich nicht?

    Es gibt Menschen, die starten neben ihrem Job. Es gibt Menschen, die sich etwas Eigenes aufbauen. Und ich sitze hier seit Jahren mit diesem Gedanken im Kopf und finde immer wieder einen Grund, warum ausgerechnet jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sein soll.

    Rolf-Dieter holte vermutlich gerade Luft, um mir ausführlich zu erklären, warum das alles eine ganz schlechte Idee ist.

    Aber diesmal hatte er keine Chance.

    Die Entscheidung war gefallen.

    Was mich wirklich zurückgehalten hat

    Wenn ich heute darüber nachdenke, waren es nämlich nicht nur der vermeintlich falsche Zeitpunkt oder mein sicherer Job.

    Es war vor allem die Angst davor, mich wirklich zu zeigen.

    Authentisch sichtbar zu werden bedeutet schließlich auch, zu akzeptieren, dass mich da draußen nicht jeder mögen wird.

    Und noch schlimmer: Was, wenn ich mich zeige – und dann versage?

    Was, wenn ich öffentlich erzähle, dass ich mir etwas aufbauen möchte, und es am Ende einfach nicht funktioniert?

    Diese Gedanken haben mich lange regelrecht paralysiert.

    Durch meine persönliche Entwicklung kann ich heute anders damit umgehen. Ich habe verstanden, dass ich meinen eigenen Wert nicht davon abhängig machen kann, wie andere Menschen mich beurteilen.

    Und ich habe durch sehr viel Journaling angefangen, meine eigenen Fähigkeiten überhaupt wahrzunehmen, anstatt sie kleinzureden, nur weil sie sich für mich selbstverständlich anfühlen.

    Ich kann Dinge.

    Ich habe etwas mitzugeben.

    Und vielleicht ist es langsam an der Zeit, das nicht mehr nur selbst zu wissen, sondern damit rauszugehen.

    Entschieden. Aber noch lange nicht fertig geplant.

    Diese Entscheidung ist jetzt gut zwei Wochen her.

    Seitdem ist schon einiges passiert. Neben meinen ersten Blogartikeln habe ich mich auch um die weniger glamourösen Dinge gekümmert: Ich habe mein Gewerbe angemeldet, ein Geschäftskonto eröffnet und meine beiden TikTok-Accounts angelegt.

    Was genau zwischen meiner Entscheidung und heute alles passiert ist, wird deshalb eines der nächsten Themen hier. Denn ehrlich gesagt ist in diesen zwei Wochen schon einiges zusammengekommen.

    Was ich allerdings immer noch nicht habe?

    Einen komplett ausgearbeiteten Plan.

    Und wenn du mich ein bisschen kennst, weißt du vielleicht schon, wie ungewöhnlich das für mich ist.

    Normalerweise möchte ich einen Plan für alles haben. Ich plane, prüfe, hinterfrage und versuche am liebsten schon vorher, jede mögliche Eventualität irgendwie abzuklären.

    Diesmal ist es anders.

    Ich habe eine Idee und eine Richtung, die ich weiterverfolgen möchte. Aber ich weiß heute noch nicht genau, was daraus entstehen wird oder wie der komplette Weg aussehen wird.

    Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen all den Gedanken der vergangenen Jahre und dieser Entscheidung:

    Ich warte diesmal nicht darauf, dass alle Unsicherheiten verschwunden sind, bevor ich losgehe.

    Denn meine Angst vor dem Versagen ist nicht plötzlich weg.

    Meine Angst vor Ablehnung übrigens auch nicht.

    Ich habe mich trotzdem entschieden, loszugehen.

    Weil ich weiß, dass ich mir für mein Arbeitsleben langfristig mehr Sinn und mehr Freiheit wünsche. Und weil ich herausfinden möchte, was passieren kann, wenn ich diesen Wunsch nicht wieder kleinrede, sondern ihm tatsächlich eine Chance gebe.

    Ich habe mich entschieden, meine Komfortzone zu verlassen.

    Nicht, weil ich plötzlich keine Angst mehr habe.

    Sondern obwohl sie noch da ist.

    Vielleicht kennst du diesen Punkt selbst. Vielleicht gibt es etwas, das schon lange irgendwo in deinem Hinterkopf herumspukt. Oder vielleicht hast du diesen Schritt sogar schon hinter dir.

    Dann erzähl mir gerne in den Kommentaren davon.

    Ich bin gespannt, wo du gerade auf deiner eigenen Reise stehst.

  • Warum ich neben meinem Vollzeitjob ein Business aufbaue

    Warum ich neben meinem Vollzeitjob ein Business aufbaue

    Hallo du Wundervolle,

    ich gehöre noch zu der Generation, der die Eltern geraten haben: „Mach etwas Vernünftiges.“

    „Du musst eine Ausbildung bei einem Arbeitgeber machen und dir anschließend eine feste Stelle suchen, bei der du lange bleiben kannst.“

    „Nach der Schule darf keine Lücke entstehen. Das macht keinen guten Eindruck.“

    „Zu viele Jobwechsel sehen im Lebenslauf nicht gut aus. Such dir etwas Festes und bleib dort.“

    Nach dem Abitur wollte ich zunächst Lehramt studieren. Da ich keinen Studienplatz bekam, entschied ich mich für ein freiwilliges soziales Jahr als Schulbegleitung. Währenddessen änderte ich meinen Plan und begann anschließend eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Danach absolvierte ich berufsbegleitend ein Studium im Bereich Wirtschaftspsychologie.

    Ich habe gearbeitet, mich weiterentwickelt und mir Schritt für Schritt einen sicheren beruflichen Weg aufgebaut – so, wie es mir die Erwachsenen vorgelebt und gepredigt hatten. Heute arbeite ich als IT-Projektmanagerin. Ein Weg, der auf dem Papier absolut sinnvoll aussieht.

    Während meines Berufslebens begegnete mir allerdings immer wieder ein Thema: Coaching.

    In einer meiner früheren Positionen war ich für die Steuerung von zwei Callcentern verantwortlich. Diese nahmen für unser Unternehmen telefonische Anfragen entgegen und bearbeiteten die Anliegen unserer Kundinnen und Kunden über verschiedene Eingangskanäle.

    Mein eigentlicher Schwerpunkt lag auf der Steuerung der Callcenter anhand von Kennzahlen, der Erstellung von Reportings sowie der Analyse und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen und deren Qualitätssicherung. Gleichzeitig erstellte ich Schulungsunterlagen, hielt die dazugehörigen Schulungen und führte Mitarbeitercoachings durch.

    Diese Aufgaben gehörten nie zu meinem eigentlichen Schwerpunkt – und genau das habe ich gespürt. Sobald ich direkt mit den Mitarbeitenden arbeiten und sie vor Ort unterstützen konnte, sei es bei systemischen, fachlichen oder kommunikativen Fragen, war da plötzlich so viel Freude und Begeisterung. Es machte mir Spaß, ihnen Themen zu vermitteln und diese anschließend in Einzelcoachings zu vertiefen.

    Innerlich war ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wollte ich meiner Leidenschaft folgen. Auf der anderen Seite konnte ich in meinem bisherigen Bereich Karriere machen. Er liegt mir, bietet Sicherheit und entspricht genau dem, was die Erwachsenen früher unter einem vernünftigen Berufsweg verstanden haben.

    Die Zeit verging. Der Gedanke an ein eigenes Coaching-Business tauchte immer wieder auf – und genauso oft verwarf ich ihn wieder.

    Währenddessen wurde die Generation nach mir erwachsen. Ich beobachtete Menschen, die ihre beruflichen Vorstellungen selbstverständlicher hinterfragten, eigene Projekte starteten und online Geld verdienten. Sie fragten nicht nur: Welcher Beruf ist sicher? Sondern auch: Passt diese Arbeit zu meinem Leben? Möchte ich wirklich 40 Stunden pro Woche dafür einsetzen? Und was möchte ich eigentlich selbst?

    Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich das bewundert. Gleichzeitig dachte ich: Das könnte ich niemals.

    Im Sommer 2025 holte mich dann das Leben ein. Ich bekam gesundheitliche Probleme, die mich für den Rest meines Lebens begleiten werden. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich auf meine neue Lebenssituation eingestellt hatte.

    In dieser Phase zog ich außerdem mit meinem Freund zusammen, der mir bis heute eine unfassbare Unterstützung ist. Während ich versuchte herauszufinden, wie ich meinen Job, unseren Haushalt und mein Sozialleben unter einen Hut bekommen sollte, klopfte der Gedanke ans Coaching immer häufiger bei mir an.

    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade mein eigenes Coaching abgeschlossen. In mir war vieles im Wandel. Gleichzeitig beobachtete ich immer wieder Menschen, die ein Business starteten oder sich nebenberuflich selbstständig machten.

    Während ich darüber grübelte, ob das auch für mich eine gute Idee sein könnte, meldete sich jemand zu Wort, der mich schon mein ganzes Leben begleitet: Rolf-Dieter, mein innerer Kritiker. Hier füge ich dir natürlich noch ein Bild ein, damit du ihn dir auch vorstellen kannst. 😉

    Das ist mein innerer Kritiker 💁🏻‍♀️ Rolf-SDeter
    Das ist er – Mein innerer Kritiker: Rolf-Dieter

    Rolf-Dieter machte sehr deutlich, dass er von der Idee überhaupt nichts hielt.

    Ein eigenes Business ist schließlich nicht sicher. Wer garantiert mir, dass es funktioniert? Was passiert, wenn ich irgendwann ohne Job dastehe, mich nicht mehr finanzieren kann und am Ende auf der Straße sitze?

    Seine Einwände waren laut. Trotzdem ließ mich das Coaching als Herzensprojekt nicht mehr los.

    Ich möchte insbesondere Frauen helfen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie ich. Ich möchte sie in ihrem Prozess begleiten und miterleben, wie die ersten Erfolgserlebnisse entstehen. Wie sie erkennen, dass ihr Leben auch anders funktionieren kann.

    Ich wünsche mir von Herzen, dass Frauen wieder für sich einstehen. Dass sie bewusst wahrnehmen, was sie im Würgegriff hält, und beginnen, sich daraus zu befreien.

    Diesen Weg bin ich selbst gemeinsam mit meinem Coach gegangen. Sie hat mich durch die schlimmste Zeit meines Lebens begleitet und war bei allen Höhen und Tiefen an meiner Seite. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, was Coaching bewirken kann. Genau das möchte ich in die Welt tragen.

    Deshalb ist es für mich nicht einfach irgendeine Geschäftsidee. Es ist mein Herzensprojekt.

    Vor ein paar Tagen habe ich schließlich eine Entscheidung getroffen: Ich gehe jetzt los. Ich baue mein Coaching-Business auf und trage meine Arbeit in die Welt hinaus.

    Ich kann dir nicht genau sagen, was diese Entscheidung ausgelöst hat. Es gab keine besondere Situation und keinen lebensverändernden Schlüsselmoment. Ich saß nach der Arbeit auf der Couch und scrollte durch Social Media. Dort sah ich wieder einige Videos von Menschen, die ihr eigenes Business aufgebaut hatten.

    Und dann war die Entscheidung plötzlich da.

    Ich stand sofort auf und ging an meinen Rechner. Es war, als wäre ein Knoten geplatzt.

    Dabei ist für mich klar: Ich werde nicht von heute auf morgen meinen sicheren Vollzeitjob aufgeben. Mein Business entsteht nebenberuflich. Das bedeutet, dass mir nicht unbegrenzt Zeit und Energie zur Verfügung stehen und ich den Aufbau an meine gesundheitliche Situation anpassen muss.

    Trotzdem möchte ich nicht länger auf den perfekten Zeitpunkt warten. Denn wahrscheinlich wird es diesen Zeitpunkt nie geben. Der nebenberufliche Aufbau gibt mir die Möglichkeit, meine Idee Schritt für Schritt zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, was meine zukünftigen Kundinnen wirklich brauchen, ohne dabei die Sicherheit meines bisherigen Berufslebens sofort aufzugeben.

    Für mich ist das kein halbherziger Kompromiss. Es ist der Weg, der gerade realistisch zu meinem Leben passt.

    Ich weiß noch nicht genau, wie der gesamte Weg aussehen wird. Aber ich vertraue darauf, dass ich die nächsten Schritte finden werde, um meiner Mission zu folgen und aus meinen Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen.

    Dabei starte ich nicht bei null. Ich habe bereits Coachings im beruflichen Umfeld entwickelt und durchgeführt, selbst an einem Coaching zu meiner persönlichen Entwicklung teilgenommen und durch mein Studium der Wirtschaftspsychologie fachliche Grundlagen mitgebracht. Das bedeutet nicht, dass ich schon alles kann oder bereits alle Antworten kenne. Aber es gibt mir eine gute Grundlage, auf der ich jetzt bewusst aufbauen kann.

    Wenn du mehr über meine persönliche Geschichte erfahren möchtest, schau gerne im Blogbereich „Weg vom Funktionieren“ vorbei. Dort erzähle ich ausführlicher, was mich an diesen Punkt gebracht hat.

    Hier wird es ab jetzt etwas businesslastiger. Ich nehme dich ehrlich mit in den Aufbau meines Herzensprojekts: Welche Entscheidungen ich treffe, wie ich mir neben meinem Vollzeitjob eine tragfähige Arbeitsstruktur aufbaue, welche Aufgaben ich erledige, wo ich Fehler mache und wie sich mein Business Schritt für Schritt entwickelt.

    Ich hoffe, du bist weiterhin dabei und begleitest mich auf meinem Weg zu meinem Herzensbusiness.

  • Warum ich mein Business öffentlich aufbaue?

    Warum ich mein Business öffentlich aufbaue?

    Hallo du wundervolle,

    ich freue mich von Herzen, dich in diesem Teil meines Blogs begrüßen zu dürfen. Und um das Herz geht es hier tatsächlich auch: um den Aufbau meines Herzensbusiness.

    Ich bin Jessi, 35 Jahre alt und arbeite als IT-Projektmanagerin. Mein Job macht mir Spaß. Ich verdiene gutes Geld, trage Verantwortung und habe beruflich vieles erreicht, was auf dem Papier nach einem gelungenen Weg aussieht.

    Und trotzdem spüre ich: Das allein erfüllt mich nicht.

    Wenn der sichere Weg nicht mehr ausreicht

    Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Du bist Millennial, hast die Drei schon vorne stehen und den klassischen Ausbildungsweg gewählt: Ausbildung, Studium oder vielleicht sogar beides. Anschließend kam der Vollzeitjob. Ein vernünftiger, sicherer Weg, so wie wir ihn gelernt haben.

    Gleichzeitig beobachte ich, wie viele Menschen aus der Generation nach uns anders auf Arbeit und Leben schauen.

    • Sie sagen klarer, was sie wollen.
    • Sie sind weniger bereit, 40 Stunden ihrer Lebenszeit einfach gegen Geld zu tauschen.
    • Sie erwarten, dass Arbeit zu ihrem Leben passt, statt ihr Leben vollständig an die Arbeit anzupassen.
    • Sie hinterfragen Regeln, die wir Millennials lange als selbstverständlich hingenommen haben.
    • Sie setzen Grenzen, während wir gelernt haben, belastbar zu sein.
    • Sie sprechen offen über mentale Gesundheit, während viele von uns erst einmal weiterfunktionieren.

    Natürlich trifft das nicht auf jeden Menschen einer Generation zu. Trotzdem erkenne ich darin etwas, das mich beschäftigt: Vielleicht ist nicht die jüngere Generation zu anspruchsvoll. Vielleicht haben wir einfach sehr lange zu wenig hinterfragt.

    Mein Bauchgefühl sagt mir schon länger, dass noch mehr auf mich wartet. Dass es neben meinem sicheren Vollzeitjob etwas gibt, das stärker mit dem verbunden ist, was ich wirklich in die Welt bringen möchte.

    Der Gedanke, der immer wieder zurückkam

    Themen wie Coaching, Vorträge und Schulungen zu halten, hilfreiche Unterlagen zu erstellen und Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst zu helfen, haben mein Leben immer wieder gekreuzt.

    In den vergangenen Jahren habe auch ich mir bei verschiedenen Themen Unterstützung gesucht. Eine klassische Therapie hat mir dabei leider nicht so geholfen, wie ich es gebraucht hätte. Einen Wendepunkt erlebte ich 2024 durch ein Coaching. Mit dieser Unterstützung konnte ich mich aus einer toxischen Beziehung lösen und mich mit Themen auseinandersetzen, die ich allein lange nicht sehen wollte.

    Nach einer zweiten Coachingrunde wurde das Gefühl, dass das Leben noch mehr für mich bereithält, immer stärker.

    Ich ertappte mich zunehmend bei dem Gedanken:

    „Mensch, wäre das nicht auch etwas für dich? Du hast Fähigkeiten, Wissen aus deinem Studium und eigene Lebenserfahrung. Vielleicht kannst du damit andere Frauen unterstützen, aus dem ständigen Funktionieren zurück ins Leben zu finden.“

    Doch kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, meldete sich die kritische Stimme in meinem Kopf. Ich nenne sie Rolf-Dieter.

    Rolf-Dieter sagte sofort:

    „Spinnst du eigentlich? Du kannst doch nicht deinen sicheren Job aufgeben und so einen Firlefanz machen. Du bist überhaupt noch nicht bereit dafür. Und bist du dir wirklich sicher, dass du das kannst?“

    Diese und ähnliche Diskussionen führten Rolf-Dieter und ich einige Tage lang.

    Dann habe ich eine Entscheidung getroffen:

    Scheiß drauf. Ich mache das jetzt einfach.

    Das bedeutet nicht, dass ich morgen meinen Job kündige oder bereits alle Antworten habe. Ich baue mein Business neben meinem Vollzeitjob Schritt für Schritt auf. Mit offenen Fragen, Unsicherheiten, Fehlern und vermutlich auch einigen Umwegen.

    Warum ich diesen Weg öffentlich teile

    Ich bin mir sicher, dass es da draußen Frauen gibt, die an einem ähnlichen Punkt stehen. Frauen, die spüren, dass sie etwas verändern möchten, aber noch nicht genau wissen, wie. Frauen, die nach außen funktionieren und trotzdem merken, dass ihr bisheriges Leben nicht mehr vollständig zu ihnen passt.

    Deshalb möchte ich meinen Weg zum eigenen Herzensbusiness öffentlich begleiten.

    In diesem Bereich des Blogs teile ich, welche Schritte beim Aufbau meines Business tatsächlich notwendig sind, welche Entscheidungen ich treffe und wie es mir damit geht. Ich berichte von Herausforderungen, Zweifeln und Dingen, die nicht funktionieren. Genauso möchte ich die schönen Momente, Fortschritte und Erfolge festhalten.

    Nicht, weil ich bereits weiß, wie alles geht. Sondern weil ich glaube, dass auch ein ehrlicher Weg mitten im Prozess hilfreich sein kann.

    Vielleicht bekommst du dadurch einen realistischen Einblick in den Aufbau eines nebenberuflichen Business. Vielleicht erkennst du dich in manchen Gedanken wieder. Oder vielleicht hilft dir mein Weg dabei, deinen eigenen ein kleines Stück mutiger zu gehen.

    Ich freue mich sehr, dass du hier bist und mich auf meinem Weg begleitest.

    In den nächsten Artikeln erzähle ich dir, was ich eigentlich aufbauen möchte, welche ersten Entscheidungen bereits gefallen sind und welche Herausforderungen mir dabei begegnen.

    Bis dahin: Alles Liebe und denk daran, du musst nicht auf jede Stimme in deinem Kopf hören. 😉

    Viele Grüße,

    Jessi